Antizyklische Wirtschaftspolitik

Wirtschaft

wirtschaftswachstumAufschwung und Abschwung sind alltägliche Begleiter der wirtschaftlichen Entwicklung jedes Landes. Ein ungebremstes Wachstum wird dabei von Politikern und Ökonomen immer gern gefordert, ist jedoch wie aktuell das Beispiel China zeigt nur sehr selten bis gar nicht umsetzbar. Denn auch die Wirtschaft folgt bestimmten Gesetzmäßigkeiten, die u. a. der britische Ökonom John Maynard Keynes in seinen Theorien zum Kapitalismus und zur Marktwirtschaft beschrieben hat.

Eine dieser Theorien beschreibt den Wirtschaftszyklus und zu geringe gesamtwirtschaftliche Nachfrage als Grund für eine erhöhte Erwerbslosigkeit und wirtschaftlichen Abschwung.

An dieser Stelle tritt der Staat in Aktion. Um den Abschwung, durch zu geringe Nachfrage an Wirtschaftsleistungen Abzumildern und den Trend im besten Fall umzukehren, sind erhöhte Investitionen des Staates notwendig. Dafür kann es auch nötig sein sich zu verschulden. Diese können z. B. in die Infrastruktur oder Erneuerung öffentlicher Gebäude fließen. Ist die Wirtschaft durch solche Maßnahmen wieder angekurbelt, kann der Staat in Zeiten des Aufschwungs durch weniger Investitionen und Steuererhöhungen eine Überhitzung des Wirtschaftswachstum verhindern und neue Reserven anhäufen.

Auch wenn einige Kräfte wie z. B. zahlreiche Anhänger der Republikanischen Partei in den USA ein Eingreifen des Staates in die Markwirtschaft strikt ablehnen, so ist das antizyklische Handeln des Staates durchaus sinnvoll und hat sich in vielen Fällen bereits bewährt. Wenn auch nicht das Allheilmittel so ist die antizyklische Wirtschaftspolitik doch ein wichtiges Mittel im Instrumentarium staatlicher Interventionen im Bereich der Marktwirtschaft.