Consulting – einfach erklärt

Unternehmen, Wirtschaft

Consulting wird oft zum Lösen interner Probleme verwendet

Für viele Leute hört sich Consulting bestimmt einfach nach noch einem hochgestochenen englischen Fachbegriff an. Tatsächlich ist Consulting nichts Anderes als gute alte Beratung, meistens im Bereich von Finanzen und Wirtschaft. Consultingfirmen arbeiten meistens für große, teils internationale Konzerne, und unterstützen sie in verschiedenen Bereichen. So kann zum Beispiel ein Marketing Consultant (also ein Marketing Berater), eine Firma bei ihrer Werbestrategie beraten. Dies ist oft günstiger als das Einstellen eigener Mitarbeiter, die durchgehend in einem bestimmten Bereich tätig sind. Denn das Beraten einer externen Firma ist meistens zeitlich festgelegt und bezieht sich nur auf ein bestimmtes Projekt oder eine spezifische Aufgabe. Viele Firmen sehen im Consulting auch oft den Vorteil, dass externe Arbeiter oft frische Ideen einbringen können und Probleme aus neuen Winkeln betrachten. Allerdings hat der Einbezug einer Consultingfirma auch Nachteile. Vor allem, wenn es sich bei dem Projekt um einen Sparplan handelt, fürchten sich Mitarbeiter der Klienten nicht selten um ihre Jobs. Zudem können Spannungen entstehen, wenn die externen Berater und das interne Management unterschiedlicher Ansichten sind, vor allem in Personalfragen. Eine umfassende Definition gibt es hier.

Antizyklische Wirtschaftspolitik

Wirtschaft

wirtschaftswachstumAufschwung und Abschwung sind alltägliche Begleiter der wirtschaftlichen Entwicklung jedes Landes. Ein ungebremstes Wachstum wird dabei von Politikern und Ökonomen immer gern gefordert, ist jedoch wie aktuell das Beispiel China zeigt nur sehr selten bis gar nicht umsetzbar. Denn auch die Wirtschaft folgt bestimmten Gesetzmäßigkeiten, die u. a. der britische Ökonom John Maynard Keynes in seinen Theorien zum Kapitalismus und zur Marktwirtschaft beschrieben hat.

Eine dieser Theorien beschreibt den Wirtschaftszyklus und zu geringe gesamtwirtschaftliche Nachfrage als Grund für eine erhöhte Erwerbslosigkeit und wirtschaftlichen Abschwung.

An dieser Stelle tritt der Staat in Aktion. Um den Abschwung, durch zu geringe Nachfrage an Wirtschaftsleistungen Abzumildern und den Trend im besten Fall umzukehren, sind erhöhte Investitionen des Staates notwendig. Dafür kann es auch nötig sein sich zu verschulden. Diese können z. B. in die Infrastruktur oder Erneuerung öffentlicher Gebäude fließen. Ist die Wirtschaft durch solche Maßnahmen wieder angekurbelt, kann der Staat in Zeiten des Aufschwungs durch weniger Investitionen und Steuererhöhungen eine Überhitzung des Wirtschaftswachstum verhindern und neue Reserven anhäufen.

Auch wenn einige Kräfte wie z. B. zahlreiche Anhänger der Republikanischen Partei in den USA ein Eingreifen des Staates in die Markwirtschaft strikt ablehnen, so ist das antizyklische Handeln des Staates durchaus sinnvoll und hat sich in vielen Fällen bereits bewährt. Wenn auch nicht das Allheilmittel so ist die antizyklische Wirtschaftspolitik doch ein wichtiges Mittel im Instrumentarium staatlicher Interventionen im Bereich der Marktwirtschaft.